Kickoff im Kühtai

Kickoff im Kühtai

und endlich geht's wieder los!

Hallo Leute, am Wochenende war es endlich soweit. Im Kühtai (AUT) fand der Kickoff des DPS-Nachwchsteams statt. Wie es sich für Skifahrer gehört, trug auch der Wettergott zur Einstimmung auf die bevorstehende Saison bei. In der Nacht zum Freitag hatte es auf 2000 Meter bereits zum ersten Mal in diesem Herbst geschneit. So trafen wir uns wohl gestimmt am Freitag in Kematen und man konnte die positive Spannung in der Gruppe förmlich greifen. Alle waren froh, dass es endlich wieder los geht!

 

 

Nach vielen Gesprächen über die Erlebnisse des Sommers wurde uns allen schnell klar, dass uns am Samstag direkt eine herausfordernde Aufgabe bevorstand. Wie angekündigt, wartete eine ausgiebige und durchaus anstrengende Radtour auf uns. Guten Mutes machten wir uns von Kematen (600 üM) auf zur Bergstation Kühtai auf 2020 Meter über Meer. Die erste Etappe nahmen wir gemeinsam im Team in Angriff. Die ansteckende Energie trug uns fast spielend über die ersten Kilometer.

 

Vom Team getragen zur persönlichen Grenze - oder auch darüber hinaus

 

Wir kamen zu Beginn sehr gut voran. Wie es aber eben alle Berge so an sich haben, so wird auch die Passstarße im Kühtai von Kilometer zu Kilometer zunehmend steiler. Schließlich bildeten sich mit der Zeit kleiner Gruppen, die sich immer wieder gegenseitig anfeuerten und sich weiter und weiter den Berg hinauf pushten. So schaffte es schließlich jeder doch deutlich weiter nach oben, als er es vorher für möglich gehalten. Eine tolle Teamleistung wurde durch den Beitrag jedes Einzelnen zum unvergesslichen Erlebnis, bei dem doch einige positiv überrascht waren, über die eigene Leistungsfähigkeit.

 

Schließlich kristallisierte sich eine Gruppe heraus, die dem Gipfel den Kampf angesagt hatte. Die Landschaft wurde karg und die Zuschauer an und auf der Strecke sahen irgendwie auch nicht mehr so aus wie im Tal. Mit Steigungen bis zu 16% und jubelnden Kühen macht der Berg seinem Namen alle Ehre. Mit zunehmender Höhe wurde es schließlich empfindlich frisch und es begann sogar leicht zu regnen. All dies konnte uns aber nicht mehr von unsrem Ziel abbringen, hatten wir doch den ganzen Sommer trainiert und ich hatte mich ja vor einigen Wochen bei der CAMP DAVID Challenge bereits mit ähnlichen Anstiegen auseinander gesetzt. So kurbelten und radelten wir immer weiter der Passhöhe entgegen. Wer allerdings glaubt, dass sich so ein Berg nach überstandener Tortour quasi im Schongang fahren lässt, der sieht sich schwer getäuscht. Wenn es 25 Kilometer nur bergauf geht - selbst, wenn die ersten Kilometer nicht zu schnell gefahren werden - muss man schon immer wieder an seine mentale Grenze gehen und sich für jeden einzelnen Kilometer motivieren. Gemeinsam mit meinen Begleitern konnten wir den Berg am Ende erklimmen und uns mit der ersten Schneeballschlacht der Saison belohnen, bei der ich allerdings ziemlich schlechte Karten hatte...

 

Ziel entstehen im Kopf, finden ihre Basis im Training und werden mit mentaler Stärke zum Erfolg! 

 

Vielen Dank an das gesamte Team - diese positive Enerige macht uns alle stark! Danke auch an Tina und Laura für die super Challenge auf den letzen fünf Kilometern...

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